Eintrittsreferat von Bea Koens

Eintrittsreferat von Bea Koens

«Uris verborgene Schätze, eine archäologische Schatzkammer»


Veröffentlicht: 25.11.2024

Donnerstag, 21. November 2024


Das Eintrittsreferat von Bea Koens war ein Abend voller Einzigartigkeit, Spannung und Unterhaltung zugleich. Lassen wir die Referentin gleich selber zu Wort kommen:

«Ich hielt mein Eintrittsreferat in der gemütlichen Kantonsbibliothek in Altdorf. Während draussen der Schnee die Welt in Weiss tauchte, sassen wir glücklicherweise in der warmen, einladenden Bibliothek. 
Seit nunmehr 36 Jahren arbeite ich mit verschiedenen Kantonsarchäologen/innen zusammen. Meine Leidenschaft für die Archäologie keimte schon in jungen Jahren auf – mit 15 Jahren entdeckte ich in den Niederlanden beim Kartoffelsammeln eine römische Münze. Diese Münze, die sich als über 2000 Jahre alt herausstellte, entfachte ein Feuer in mir. Seitdem gehe ich durch die Strassen, meine Augen stets auf den Boden gerichtet, auf der Suche nach verlorenen Schätzen (glaubt mir, das Geld liegt auf der Strasse).

Die archäologischen Ausgrabungen werden von der kantonalen Fachstelle durchgeführt, um die fachgerechte Erforschung und den Schutz unseres kulturellen Erbes zu gewährleisten. Als Hobbyarchäologin trage ich meinen Teil dazu bei, ausgestattet mit einer Sondergenehmigung, fundierter Expertise und der Leidenschaft für die Spuren vergangener Zeiten.
Jede Ausgrabung erzählt ihre eigene Geschichte: Ob das Weisse Kreuz in Flüelen, die römischen Funde hinter dem Gemeindehaus in Altdorf oder die umfassende Restaurierung des Reiser-Gebäudes – jede Grabung offenbart kostbare Fragmente vergangener Epochen und bringt uns den Hauch der Geschichte ein Stück näher.

Darum sage ich stets: Sucht ihr mich, so findet ihr mich gewiss irgendwo im Kanton Uri, versunken in einem Grabungsloch, auf der Spur vergangener Zeitalter, die in der Erde verborgen liegen.»

Vielen Dank Bea für den interessanten Einblick in dein intensives Hobby. Auch den anschliessenden Apéro – geliefert vom Kantonsspital Uri – haben wir sehr genossen. 



Text: Bea Koens, Susanne Döhnert-Dätwyler
Fotos: Susanne Döhnert-Dätwyler